Frostschäden in der Bündner Herrschaft

Der herrliche, milde und sonnenreiche Frühling liess die Reben sehr früh austreiben. Das bedeutet, dass der Vegetationsvorsprung Mitte April bereits mindestens zehn Tage betrug. Die volle Blütenpracht und die warmen Tage konnten wir allerdings gar nicht richtig geniessen. Denn ständig fragten wir uns, ob dies gut ausgehen wird.

Die Antwort darauf kam am Dienstag, 18. April. Der erneute Wintereinbruch mit 10cm Schnee sowie die Wetterprognosen für die folgenden Tage bereiteten uns grosse Sorgen.

In der kurzen Zeit versuchten wir noch möglichst viele Wärmequellen für unsere Reben aufzutreiben. Für eine kalte Nacht waren wir gerüstet, um einen Teil unserer Reben mit Holz und Pellets zu beheizen. Die Wetterfrösche sagten ganz klar voraus, dass in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag die Temperaturen am Tiefsten sein werden.

So konzentrierten wir uns, wie viele andere Winzer auch, auf diese eine Nacht.
Aber einmal mehr kam es anders. Bereits in der Nacht auf den Donnerstag fielen die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt. Der grösste Teil der zarten Rebtriebe erfror.

Mit einem grossen, motivierten Team versuchten wir in der kommenden Nacht zu retten, was noch zu retten war. Ob sich diese aufwändige Aktion gelohnt hat, wissen wir aktuell noch nicht. Wie gross die Ernteausfälle sein werden, lässt sich erst in zwei bis drei Wochen abschätzen.

Ich kann Ihnen versichern: In all den Jahren habe ich noch nie einen derartigen Frühjahrsfrost mit solchen Ausmassen erlebt. Die Rebberge bieten ein trauriges Bild. Eine arbeitsreiche, intensive Zeit steht uns bevor. Aber wir werden auch diese neue Situation mit viel Elan und Zuversicht in Angriff nehmen.

 
     















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